Die Schlafstörungen sind wieder da. Seit Wochen. Plötzlich liege ich wach...und dann kommen die Gedanken. Diese Nacht war ich um vier wach. Es waren viele Gedanken, denn als ich morgens um 10 aufgestanden bin, hatte ich vielleicht noch zwei Stunden Schlaf gehabt. Es gibt viele Dinge, die mich momentan beschäftigen. Zum einen ein gewisses Gör, dass versucht mich fertig zu machen. Das Problem ist: allmählich schafft sie es tatsächlich. Mit ihrer Art weckt sie Erinnerungen aus meiner Kindheit, die ich längst verdrängt hatte. Schlechte Erinnerungen. Dinge, die mich bis zur neunten Klasse gequält haben. Dinge, von denen ich glaubte, sie hinter mir gelassen zu haben. Es zermürbt ungemein, dauernd irgendwelchen Hasstyraden ausgesetzt zu sein, die vollkommen unberechtigt und dann auch noch unfair sind. Ich versuche zwar, zu kontern und mir keine Blöße zu geben, in die sie weiterhacken könnte, aber meine Fassade bröckelt. Ich will das einfach nicht mehr. Sie soll mich in Ruhe lassen und ihr Leben leben. Es beunruhigt mich, jeden Tag eine neue Hassnachricht auf meiner Seite zu finden, Beschimpfungen von einem Menschen, der mich nicht einmal kennt. Ich lösche sie nicht, dafür bin ich zu stolz, aber sind diese Seiten nicht eigentlich zur friedlichen Kommunikation gedacht?

Dann gibt es noch andere Gedanken...Fragen nach dem Warum. Warum ist es gescheitert? Warum sind wir gescheitert? Was ist schief gegangen, dass wir nicht mehr normal miteinander reden können, ohne dass du mich in irgendeiner Weise verletzt? Ist dir das überhaupt bewusst? Merkst du, wie weh du mir tust, wenn du abfällige Bemerkungen über mich machst, mir zeigst, dass mein jetziges Leben dir völlig egal ist? Wir wollten einen Neustart: als Freunde. Es hat zwei Wochen lang funktioniert. Es heißt, man merkt erst, was man hatte, wenn man es verloren hat. Fehle ich dir? Vermisst du die Vertrautheit zwischen uns? Oder bin ich dir wirklich so gleichgültig, wie du immer tust? Wenn ja: was ist schief gelaufen, dass ich dir nach all dem was war so unwichtig bin? Kann man sich in so kurzer Zeit verändern? Offenbar schon, denn ich erkenne den Menschen, den ich zweieinhalb Jahre lang geliebt habe, nicht wieder. Du bist geworden wie jene, die du immer verachtet hast. Ich bereue meine Entscheidung nicht, aber ich trauere um die Freundschaft, die zwischen uns hätte sein können. Erst habe ich dich geliebt, dann gemocht, gehasst...und jetzt? Wärest du mir wenigstens ebenso gleichgültig wie ich dir, gäbe es für mich kein Problem. So ist einfach nur eine entsetzliche Leere in mir. Wenn du das irgendwann mal lesen solltest: sag mir wenigstens, warum alles so gekommen ist. Denn ich habe nicht den blassesten Schimmer.

16.10.08 19:23
 


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