Der Abgrund

Gestern war ich mal wieder mit Daphne spazieren. Ich hatte meinen mp3-Player mit, aber irgendwie ging der nicht. Und dann kam er...wie jedes Mal, wenn ich nichts zu tun habe, wenn ich nicht abgelenkt bin...er hat mich erinnert, dass er noch da ist. Er hat gesagt, dass er mich die letzten Jahre begleitet hat und ich ihn nicht so einfach loswerde. Hat mich an die Träume, Wünsche, Sehnsüchte und Hoffnungen erinnert, die er verschluckt hat und die an seinem Boden zerschellt sind. Er hat gelacht und mich gefragt, ob ich wirklich gedacht hätte, er wäre nicht mehr da. Ihn zu verlieren, wäre wie ein Körperteil von mir zu amputieren, so sehr ist er ein Teil von mir geworden. Er löst immer diese eine Stimmung aus: es ist keine Trauer, auch keine Gleichgültigkeit, aber keine Freude, kein Lachen dringt dann noch zu mir durch. Ich bin dann wie abgeschirmt von der Welt, als wäre ich alleine dort. Ich habe Angst vor diesen Momenten, weil sie zeigen, wie unberechenbar er ist...und dass es tatsächlich noch nicht vorbei ist.

Die Leiter steht am Horizont
Und dass du weinst sieht nur der Mond
Du kletterst bis die Seele brennt
Und du zerreißt das Firmament

Leider erreiche ich nie das Ende der Leiter. Die Leiter, die aus ihm herausführt, aus dem Abgrund in mir.

8.10.08 20:58
 


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